Zurück aus den USA: Neues Austauschprogramm an der FES

Veröffentlicht: Donnerstag, 24. November 2016 17:26
Geschrieben von Super User
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Achtzehn Schüler/innen der Eingangsstufe der Oberstufe der Friedrich-Ebert-Schule hatten das Glück, die erste Austauschgruppe im Reigen hoffentlich noch vieler nachfolgender Austauschfahrten in die USA zu sein.

 

Lehrerin Christina Waltz hat diesen Austausch mithilfe des German American Partnership Program ins Leben gerufen, und zwar mit der Groton-Dunstable Regional High School, und in Begleitung von Lehrerin Antje Janich durchgeführt. Die Schule liegt an der Ostküste im Staate Massachussets in der Region New England, rund 60 Kilometer nordwestlich von Boston. Wegen der Länge der Unternehmung fiel der größte Teil in die Herbstferien und war das Programm sehr umfangreich.

 

Geschichte und Gegenwart bestimmten die Erkundung der neuen Umgebung. Ein Tagesausflug führte die Schüler/innen nach New York, der Besuch Bostons führte über die Besichtigungsroute „Freedom Trail“ zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im dort ansässigen Edward M.Kennedy Institute for the United States Senate, das sich die Erziehung zum demokratischen Verständnis und Verhalten auf die Fahnen geschrieben hat, erwartete die Schüler/innen ein Planspiel zum Thema „Senat“.

 

Besuche auf einer Cranberry-Plantage und einer Apfel-Plantage machten mit bestimmenden Anbaugebieten Massachussets bekannt. Eine Anschauung von den Lebensbedingungen in einer puritanischen Siedlung zu Zeiten der Pilgerväter der berühmten „Mayflower“ erhielten die Schüler/innen in Plimoth Plantation, einem Freilichtmuseum in Plymoth, ein Besuch in Lexington und Concord führte sie auf die Spuren des Unabhängigkeitskrieges.

Hautnah konnten sie etliche Events zum amerikanischen Halloween erleben, aber auch den schulischen Alltag. Teilnahme am Unterricht der Austausch-Partner und an frei wählbaren Kursen, Teilnahme an einem schulischen Thanksgiving Dinner mit Beiträgen zu deutscher Kultur und die Präsentation von vorbereiteten Themen sorgten für die Einbindung der deutschen Schüler/innen.

 

Darüber hinaus arbeiteten die deutschen und amerikanischen Schüler/innen gemeinsam an einem Projekt zum Thema „Vergleich Hunger und Armut in den USA und Deutschland“ , das Aktionen verschiedener Art zeitigte. Insgesamt wurden drei Spendenaktionen durchgeführt zugunsten Bedürftiger, an deren Ende ein Scheck von 500 Dollar an einen örtlichen Warenkorb übergeben werden konnte. Für Informationen zu Armut und Hunger sorgten Interviews mit der Abgeordneten Sheila Harrington und Michael Woodlock, dem Schulleiter der Partnerschule. In den Gastfamilien starteten die Schüler/innen eine kleine Umfrage zu Lebenshaltungskosten in Massachussets.

 

Einhellig schwärmten die deutschen Schüler von der Wärme der Aufnahme in den durchweg offenen und aufgeschlossenen Gastfamilien. Genauso einhellig begrüßten sie zudem den Zugewinn auf sprachlicher und kultureller Ebene und die neu geknüpften freundschaftlichen Beziehungen. Zu guter Letzt kam auch der Sinn für Schönheit auf seine Kosten: der Indian Summer zeigte sich in seinen prächtigsten Farben.

 

 

Die amerikanischen Austauschschüler werden zum Gegenbesuch in der 2. Februar-Hälfte erwartet.